Schulwegpläne sind eine seit etwa 1970 erprobte und bewährte Methode. Es handelt sich um leicht verständliche Karten für Eltern und Kinder, die die empfohlenen Schulwege darstellen, Gefahrenstellen klar erklären und Hinweise zum sicheren Verhalten geben. Das Ziel ist eine erhöhte Schulwegsicherheit. Sie bündeln lokales Wissen und machen daraus konkrete, nachvollziehbare Empfehlungen – vom besten Wegeverlauf bis zu heiklen Querungsstellen. Dadurch wird neben der Sicherheit auch die Selbstständigkeit der Kinder gestärkt.

Warum lohnt sich ein Schulwegplan?

Schulwegpläne erhöhen nachweislich die subjektive und objektive Sicherheit von Kindern. Sie sensibilisieren für Risiken, stoßen bauliche und verkehrsrechtliche Verbesserungen an und fördern eine nachhaltige Mobilitätsbildung. Gleichzeitig vernetzen sie Schule, Kommune, Polizei und Verbände im Sinne eines schulischen Mobilitätsmanagements.

Wer ist beteiligt?

Erfolgreiche Verfahren holen Schulgremien, Eltern, Lehrkräfte, Polizei sowie Verkehrs-, Bau- und Planungsbehörden an einen Tisch. Besonders wichtig ist die aktive Elternbeteiligung, von der Befragung über die Auswertung bis hin zur Mitwirkung an Entscheidungen. So entsteht ein Plan, der vor Ort getragen und genutzt wird.

Staatliche Verantwortung

Aus der Schulpflicht folgt die Pflicht von Kommunen und Schulträgern, sichere Schulwege zu ermöglichen. Wie das geschieht, ist Ländersache: Je nach Bundesland gibt es verpflichtende Regeln, Empfehlungen oder (noch) keine Regelungen. Schulwegpläne sind dabei ein bewährtes Werkzeug, werden aber uneinheitlich eingesetzt.

Schritte zum Schulwegplan

1. Voraussetzungen und Start

Voraussetzung für den Beginn der Planung ist eine gute, maßstäbliche Kartengrundlage. Zusätzlich sollte nach passenden interessierten Partner*innen gesucht werden. Hierbei kann es sich beispielsweise um Planungsbüros, die Straßenverkehrsbehörde oder Polizei handeln. Auch die Eltern sollten animiert werden sich beteiligen, denn je intensiver die Kinder und ihre Eltern einbezogen werden, desto erfolgreicher ist die Planung.

2. Bestandsaufnahme und Analyse 

Herzstück der Bestandsaufnahme ist die Befragung von Eltern und Kindern mit Kartenausschnitten. Aus allen Rückmeldungen wird ein Schulweg-Grundplan erstellt. Dieser kann durch eine Auswertung der Unfallstatistiken ergänzt werden. Er bildet die Arbeitsbasis für den Schulwegplan.

3. Planung und Umsetzung

Auf Basis des Grundplans wird festgelegt, welche Wege empfohlen werden und welche Gefahrenstellen erläutert werden sollen. Wichtig: Parallel dazu diskutieren die Beteiligten konkrete Verbesserungsmaßnahmen. Viele Pläne müssen zunächst mit noch bestehenden Risiken umgehen, denn Umsetzungen brauchen Zeit.

4. Wirkungskontrolle

Nachdem der Schulwegplan erstellt wurde, ist der Prozess noch nicht abgeschlossen. Es müssen sich kontinuierlich folgende Fragen gestellt werden: Wie wird der Plan genutzt? Ist er aktuell? Stimmen die Überquerungsstellen und Problem­lagen noch? Nur durch eine fortlaufende Optimierung und Aktualisierung kann die Wirkung des Plans sichergestellt werden.

Weitere Informationen zu Schulwegplänen erhalten Sie auf der Fachseite des FUSS e.V.

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