Der Kinderrechte-Index 2025 zeigt umfassend, wie gut Kinderrechte in den 16 Bundesländern umgesetzt werden. Untersucht wurden sechs zentrale Kinderrechte anhand von 101 Indikatoren. Der Kinderrechte-Index zeigt deutlich, dass der Wohnort maßgeblich darüber entscheidet, wie gut Kinder und Jugendliche ihre Rechte im Alltag wahrnehmen können. So schneiden Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Thüringen im Ländervergleich überdurchschnittlich gut ab, während Länder wie Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Sachsen-Anhalt unterdurchschnittlich bewertet werden.
Der Teilindex "Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung sowie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben" untersucht, ob und inwieweit Interessen von Kindern in diesem Bereich auf Landesebene gesetzlich berücksichtigt werden und welche realen Angebote und Strukturen ihnen zur Verfügung stehen. Die Analyse zeigt, dass die Umsetzung des Kinderrechts nach Bundesländern und sozialer Herkunft variiert. Berlin, Niedersachsen, Sachsen und Baden-Württemberg schneiden überdurchschnittlich gut ab. In diesen Ländern sind Freizeitangebote, offene Jugendarbeit oder kulturelle Programme für Kinder stärker ausgeprägt, und Kinder berichten positiver von den ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.
Gleichzeitig zeigt der Teilindex aber auch, dass in vielen Regionen noch erheblicher Nachholbedarf besteht. Es mangelt an klaren gesetzlichen Vorgaben zu Spiel- und Erholungsräumen, Mindeststandards für Außenflächen von Kitas und Schulhöfen und die Förderung von kultureller Teilhabe ist oft lückenhaft. Kinder und Jugendliche aus sozial und regional benachteiligten Haushalten verfügen über deutlich weniger attraktive Freizeit- und Spielangebote.
Insgesamt unterstreicht der Kinderrechte-Index 2025: Kein Bundesland kann sich zurücklehnen. Alle Länder müssen die Kinder- und Jugendpolitik noch stärker priorisieren und mehr investieren. Der Kinderrechte-Index 2025 soll dazu beitragen, dass die Bundesländer ihre kinderrechtliche Agenda stärker als bisher in den Fokus nehmen und für ein gutes Aufwachsen der Kinder und Jugendlichen ihre kinderrechtlichen Bemühungen verstärken.



